Speicherung

DEWESoft X bietet eine sehr leistungsfähige Speicher-Engine mit Schreibgeschwindigkeiten von über 500 MB/s, erweiterten Triggerfunktionen und Fern-Netzwerkspeicherung mit präziser Synchronisation erfasster Daten.

Daten speichern und laden

Die leistungsstarke Speicher-Engine von DEWESoft X kann Daten mit kontinuierlichen Datenraten von über 500 MB/s auf einer Festplatte speichern.

Selbst bei diesen immensen Datenmengen ist DEWESoft X in der Lage, sekundenschnell auf Gigabytes an gespeicherten Daten zuzugreifen. Das innovative Design der Dateistruktur ermöglicht es, die Kanalkonfiguration, die Anzeigekonfiguration, alle Vorgänge sowie schnelle analoge und langsame asynchrone Daten aus verschiedenen Quellen in eine einzige Datei zu schreiben und diese dann in wenigen Sekunden neu zu laden.

Multi-File-Option

Für Langzeitmessungen bietet DEWESoft X eine Multi-File-Speicheroption. Wird eine bestimmte Größe, Zeit oder ein anderes Kriterium erreicht, dann wird automatisch ein neuer Dateiname zugeteilt. Die Dateinamen können fortlaufend (0001, 0002, 0003 ...), nach Datum oder nach Zeitvariablen vergeben werden.

Triggern

DEWESoft X bietet umfangreiche Triggeroptionen für die Datenbeobachtung und -speicherung bei bestimmten Vorgängen an. Für die Konfiguration eines Triggers kann jeder Kanal (Analog, Digital, Math, CAN usw.) verwendet werden. Sie können Start- und Stoptrigger definieren und Vor- und Nachtriggerzeiten festlegen. Es stehen verschiedene Trigger zur Auswahl:

  • Einfache Flanke: steigend oder fallend
  • Gefilterte Flanke: steigende/fallende Flanke mit Hysterese bei verrauschten Signalen
  • Fenster: zwei Ebenen - Eingangs- oder Ausgangslogik
  • Pulsbreite: länger-als-Logik oder kürzer-als-Logik
  • Fenster und Impulsbreite: vollständig wählbar, wie oben
  • Steigung: Trigger auf rasche oder langsame Steigung (positiv/negativ)
  • Delta-Amplitude: Amplitudenänderung
  • Relative Zeit: Erreichen eines bestimmten Wertes

Triggeroptionen

Die Daten werden erst gespeichert, wenn eine oder mehrere Triggerbedingungen erfüllt sind. Die Software erlaubt es auch, Vor- und Nachtriggerzeiten zu setzen, um Daten vor und nach Erfüllung einer Triggerbedingung zu speichern.

Dadurch, dass zwischen Triggerbedingungen keine Daten gespeichert werden, wird die Menge der gespeicherten Daten auf ein Minimum reduziert. Bei der Analyse der gespeicherten Daten, kann man einfach zwischen Triggerfenstern wechseln und die Vorgänge analysieren. Der Recorder-Bildschirm bietet Cursors für absolute Werte, Zeit oder Frequenz. Die vorherige und nachträgliche Datenanalyse getriggerter Vorgänge ist möglich.

    Schnelle oder langsame Daten

    DEWESoft X bietet vier verschiedene Speicherungsoptionen, die sich auf die Grundabtastrate beziehen. Jede dieser vier Optionen kann zur Datenspeicherung verwendet werden:

    • Immer schnell: Daten werden immer mit der maximalen Abtastgeschwindigkeit gespeichert, die durch die dynamische Erfassungsrate bestimmt wird.
    • Immer langsam: Daten werden immer mit einer reduzierten Abtastgeschwindigkeit gespeichert, die durch die statische/reduzierte Rate bestimmt wird.
    • Schnell bei Trigger: Daten werden mit maximaler Abtastgeschwindigkeit gespeichert, die durch die dynamische Erfassungsrate nach Erfüllung der Triggerbedingung bestimmt wird.
    • Schnell bei Trigger, sonst langsam: Daten werden bei Triggervorgängen mit der maximalen Abtastgeschwindigkeit gespeichert, die durch die dynamische Erfassungsrate bestimmt wird, und mit reduzierter Geschwindigkeit, wenn kein Trigger vorhanden ist.

    Verteilte Erfassung

    Mit der Option Dewesoft NET können Anwender Daten auf unkomplizierte Weise fernsteuern oder -speichern, solange die Standorte über eine standardmäßige TCP/IP-Verbindung verbunden sind.

    Die Option Dewesoft NET dient als Hub für verteilte Datenerfassungssysteme. Mehrere Datenerfassungssysteme können miteinander verbunden und synchronisiert werden. Sie können sich am selben Standort befinden oder über einen ganzen Kontinent verteilt sein. Ihre Daten können auf einem einzigen Zentralcomputer ferngespeichert werden. IRIG- und GPS-Zeitcodes gewährleisten, dass die Daten stets synchronisiert bleiben.

    Verteilte Erfassung
    1:1 mode

    Dieser Modus arbeitet mit nur einem Messsystem und einem Client. In diesem Modus gibt es zwei Betriebsarten:

    • Vollständige Fernbedienung
    • Nur Datenansicht


    Im Modus „Vollständige Fernbedienung“ fungiert der Client-Computer als Master des Messsystems. Wenn der Client in den Konfigurationsmodus wechselt, tut das Messsystem das Gleiche.

    Verteilte Erfassung
    X:1 mode

    Dieser Modus arbeitet mit mehreren Messsystemen und einem Client. Er ist nützlich, wenn Sie Ihre Messungen an mehreren Standorten durchführen müssen oder wenn die Kanalanzahl oder die Erfassungsraten zu hoch sind, um von einer einzigen Messeinheit verarbeitet zu werden.

    Das Messsystem muss entweder mit der Hardware-Uhr (eine Einheit dient als Clock-Master, alle anderen sind Slaves) oder mit einer externen Taktquelle (IRIG oder GPS) taktsynchronisiert werden. Jedes Messsystem kann unabhängig, sogar mit unterschiedlichen Abtastraten, laufen.

    Der Client ist immer der Master. Er startet und stoppt die Erfassung aller Messeinheiten im Netzwerk. Der Client hat jederzeit Zugriff auf den Ansichtsmodus einer der gewählten Messeinheiten. Zusätzliche View-Clients sind möglich, können aber jeweils nur eine einzige Messeinheit sehen.

    Verteilte Erfassung
    1:X mode

    Dieser Modus arbeitet mit nur einem Messsystem und mehreren Clients. Einer der Clients fungiert als Master-Client, der volle Kontrolle über das Messsystem haben kann. Alle anderen Clients sind View-only-Clients.

    Der Master-Client kann die Konfiguration, die Speicherstrategie, den Erfassungsstart und -stopp usw. des Messsystems ändern. Die anderen (View-)Clients sind nur berechtigt, einige wenige Kanäle der Messeinheit (begrenzt durch die Bandbreite) zu verwenden, um die Daten einzusehen und auf ihren lokalen Festplatten zu speichern.

    Datenbankspeicherung

    Für Anwendungen, die eine langfristige Speicherung erfordern (vor allem industrielle Anwendungen), bietet DEWESoft X ein Online-Datenexport-Add-on (ODE) für die direkte Datenspeicherung in der relationalen Datenbank zum Zweck der statistischen Analyse oder Echtzeitanalyse des Produktionsstatus.

    Derzeit werden nur MySQL- und Microsoft-SQL-Server-Datenbank-Engines unterstützt. Die Datenbank kann lokal oder auf einem Remote-Computer installiert werden. Daten können während der Erfassung direkt in der Datenbank gespeichert werden oder aber in einer CSV-Datei, die dann später in die Datenbank importiert werden kann.

    Das ODE-Add-on eignet sich für die Online-Überwachung über lange Zeiträume. Sie können z. B. langsame analoge oder statistische Daten kontinuierlich in Ihrer Datenbank speichern, um die Bedingungen des Messobjekts zu überwachen.

    Rohdaten und Mathematik-Kanäle

    DEWESoft X speichert immer Rohdaten von Hardwareschnittstellen-Kanälen und lässt sie dabei unberührt. Alle auf diese Kanäle angewendeten mathematischen Operationen resultieren in zusätzlichen Mathematik-Kanälen, die die ursprünglichen Rohdaten in keiner Weise verändern.

    Das erlaubt das einfache Ändern, Hinzufügen und Nachberechnen von Mathematik-Funktionen im Analyse-Modus nach der Messung. Sie brauchen sich keine Sorgen mehr zu machen, wenn Sie die Anwendung vergessen haben oder Ihre Berechnungen während der Messung falsch waren. Denn jetzt sind Sie in der Lage, sie jederzeit zu ändern.