Der Schiene kommt im Bereich des Güterverkehrs eine immer bedeutendere Rolle zu: Der Anteil des Schienengüterverkehrs soll sich bis 2025 von aktuell 31 Prozent auf 40 Prozent steigern. Insbesondere historische Bahnstrecken werden dabei zum Sicherheitsmanko: Speziell nicht eingehaltene Lichtraumprofile, die den freizuhaltenden Bereich auf Schiene definieren, können zum Risiko avancieren. Das erfahrene Wiener Verkehrs- und Infrastrukturplanungs-Unternehmen Stoik & Partner ZT wirkt dem gemeinsam mit Messtechnik-Pionier Dewesoft aus der Steiermark entgegen. Auf der Bahn-Veranstaltung „Railcontact“ des Mobilitätscluster ACstyria präsentiert Dewesoft aktuell das Know-how aus dem Bereich Bahn.

Ist der Lichtraum auf Bahngleisen gestört, drohen ernstzunehmende Schäden. Um potenzielle Gefahrenmomente präventiv ausschließen zu können, hat das renommierte Wiener Verkehrs- und Infrastrukturplanungsbüro Stoik & Partner ZT zwei konkrete, hochriskante Stellen unter die Lupe genommen – anhand von temporär installierten Messungen wurden Züge in beiden Richtungen analysiert. Dafür griff das seit über 25 Jahre in diesem Bereich tätige Unternehmen auf Know-how aus der Steiermark zu: Dewesoft entwickelt und produziert innovative Messtechnik-Lösungen, die auch in diesem Fall zum Einsatz kamen. Konkret steuerte der steirische Technologiebetrieb Messequipment sowie Software zur Datenaufzeichnung und Analyse bei.

Mobilfunkabdeckung als Herausforderung
Gemeinsam wurden nach einer intensiven Planungsphase Laser- und Radarsensoren, Kameras, und die Beleuchtung für einen 24-stündigen Betrieb vor Ort installiert. Die durch die Kameras generierten gewaltigen Datenmengen sowie deren Übertragung an den Zentralserver stellten zunächst eine große Herausforderung dar – insbesondere aufgrund der unzureichenden Mobilfunkabdeckung im ländlichen Raum. Auf Basis einer Satelliten-Internet Lösung konnte dies jedoch rasch gemeistert werden.

Finale Auswertung verlief automatisiert
Ebenfalls hervorzuheben: Da sich die kritischen Messstellen jeweils direkt am Tunnel-Portal in einer Kurve befanden, mussten vor allem die Gleisüberhöhung und die daraus resultierende Wagenkastenneigung bei der Interpretation der Messergebnisse berücksichtigt werden. Die Messungen liefen je über drei Monate, mit der Möglichkeit eines permanenten Remotezugriffs. Die großen Datenmengen wurden final automatisiert ausgewertet – die Dewesoft-Technologie, zusätzliche Nachberechnung einzufügen (sog. Post-Processing auf Multifiles) half dabei, den Großteil der verbleibenden, noch unklaren Daten weiter einzuschränken. Entscheidender Vorteil: Dadurch wurde die manuelle Arbeit auf ein Minimum reduziert. Mehr Informationen zum Know-how von Dewesoft auf Schiene finden Sie bei der ACstyria-Railcontact.